3.
Zukunfts
forum

Fürth
19. – 20. Januar 2026
3.<br>Zukunfts<br>forum

Freiheit und Funktion

Kunstfreiheit – politische Einflussnahme – Kulturkampf – Aufgaben und Aufträge an die Kunst – schwierige Diskurse – Moderation von Konflikten – Was kann die Kunst? Was braucht die Kunst?

Das Netz politischer Konfliktlinien wird immer unübersichtlicher und die Kultur ist ein zentraler Schauplatz der Auseinandersetzungen.
Während Kulturorganisationen sich unter schwierigen gesellschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen selbst hinterfragen und nach neuen Wegen suchen, werden sie, wie die meisten gesellschaftlichen Institutionen, zunehmend kritischer gesehen und bisweilen systematisch destabilisiert. Dabei sind Kulturinstitutionen von den großen gesellschaftlichen Debatten nicht nur in ihrer Programmarbeit betroffen, sondern sie führen diese auch innerhalb ihrer Häuser. Einerseits wollen und sollen sich Kunst und Kultur gesellschaftlich positionieren, einmischen, relevant sein. Gleichzeitig müssen sie ihre Freiheit bewahren, sichere Sprechräume bieten und ihre Mitarbeitenden schützen.
Ein Spagat, der Kulturinstitutionen vor viele Fragen stellt, die auf den Kern ihrer Arbeit und ihrer Strukturen zielen.
Was soll die öffentlich geförderte Kunst für die Gesellschaft leisten? Was braucht sie dafür? Und wo bleibt ihre Freiheit? Wie schützen sie sich vor politischer Einflussnahme, wie moderieren sie schwierige Diskurse? Die Herausforderungen werden absehbar nicht kleiner – was bedeutet das für Kulturinstitutionen von Übermorgen?

Den ausführlichen Programmablauf finden Sie hier.

Programm

Programm

Montag, den 19. Januar 2026

Ab 10:00            
Ankunft und Check-in mit Snack
                         
11:00                
Stand up – Suche nach dem Common Ground I

Begrüßung

 
Workshop: Erfahrungsaustausch
Welche Erfahrungen gibt es in den Institutionen mit Einschränkungen der Kunstfreiheit und politischer Einflussnahme und welche Herausforderungen erwachsen daraus?

12:30
Online-Keynote: Kunstfreiheit und Institutionen – Der Begriff der Kunstfreiheit und seine juristischen Grenzen
Christoph Möllers, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin und ab 2026 Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin
 
anschl. Diskussion mit dem Publikum
             
13:15                
Mittagspause und Führung durchs Haus

 
14:30                
Podiumsgespräch: Autoritäre Eingriffe – Internationale Einflüsse
und Strategien gegen politische Einflussnahme
Der Umgang mit politischen Kräften, deren strategisches Ziel die Destabilisierung und Delegitimierung von Kulturinstitution ist.
mit:
Borisav Matić, NEBITEF Belgrad
Jakub Depczyński, Muzeum Sztuki Nowoczesnej w Warszawie
Natalie Giorgadze, Culture Action Europe
Moderation: Dr. Jeanne Bindernagel, Kulturstiftung des Bundes
 
anschließend Publikumsgespräch
 
16:00                
Kaffeepause

 
16:30                
Workshop: Unter Druck – Handlungsoptionen und -strategien entwickeln
Ausgehend von einzelnen konkreten Erfahrungen werden entlang der Methode des Future Wheels konkrete Handlungsmöglichkeiten erarbeitet.

18:00                
Evaluation des Programms „Übermorgen“
Vorstellung des Evaluationsansatzes durch die Agentur Syspons
 
18:25                
Wrap-up des Tages
 
19:30                
Abendessen in der Kofferfabrik

Dienstag, 20. Januar 2026

Ab 9.00             
Ankunft

 
9:30                  
Begrüßung

Podiumsgespräch: Offen, selbstbestimmt und handlungsfähig – Wie Kulturinstitutionen Räume zum Sprechen schaffen
mit:
Jens Hillje, Sophiensaele
Dr. Christina Ludwig, Stadtmuseum Dresden
Dr. Anne Fleckstein, Akademie Schloss Solitude
Moderation: Madeline Ritter, Bureau Ritter
 
anschließend Publikumsgespräch
                                     
11:10                
Kaffeepause

 
11:45                
Globale Konflikte im Alltag der Organisation. Zwischen Vulnerabilitäten, (Anti-)Diskriminierung und politischem Konflikt
Der Vortrag beleuchtet die Herausforderungen, die entstehen, wenn globale politische Konflikte den Alltag herkunftsheterogener Kulturinstitutionen beeinflussen. Er fragt, wie betroffene Mitarbeitende in solchen Situationen unterstützt und zugleich die Handlungsfähigkeit der Organisation bewahrt werden kann.
Teresa Koloma Beck, Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Gesellschaftsanalyse und sozialer Wandel an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg
 
anschl. Diskussion mit dem Publikum
 
12:30                
Mittagspause

 
13:30                
Workshop: Freiräume und Sprechräume schaffen
Konfliktlinien und Differenzen als Anlass für neue Sprechräume: Was bedeuten die Erkenntnisse der beiden Tage für die eigene Institution? Was bedeuten sie für die Mitarbeitenden?

14:30
Informationen zur 2. Förderphase von „Übermorgen“
Antonia Lahmé, Stellvertretende Leitung Förderung und Programme Programmentwicklung Kulturstiftung des Bundes und Cornelia Walter, Programmbüro „Übermorgen“
 
14:50                
Ausblick und Verabschiedung
 
ca. 15:00           
Veranstaltungsende

Informationen zu Anmeldung und Anreise

Anmeldung

Zur Anmeldung folgen Sie bitte diesem LINK.

Die Anmeldefrist ist am 8. Januar 2026.
 
Bitte beachten Sie, dass über das Formular nur die Anmeldung von 2 Personen pro Projekt, bzw. von 4 Personen bei Verbundprojekten und kommunalen Träger:innen mehrerer Einrichtungen, möglich ist.

Bei darüberhinausgehendem Teilnahmebedarf kontaktieren Sie uns bitte individuell unter veranstaltung@uebermorgen-programm.de.

Wo

Stadttheater Fürth
Königsstraße 116, 90762 Fürth

Folgen Sie zur Anreise gerne den Empfehlungen des Stadttheaters Fürth.
Die nächstgelegenen PKW-Parkplätze finden Sie im Parkhaus Flair.

Wann

Beginn: 19. Januar 2026, 11 Uhr (Einlass ab 10 Uhr)
Ende: 20. Januar 2026, ca. 15 Uhr

Übernachtung

In ausgewählten Hotels sind Zimmerkontingente für Sie reserviert. Achtung, die Optionen enden bereits am 21. Dezember 2025. Hotels sowie die Buchungskonditionen entnehmen Sie dem Dokument. Reservierung und Zahlung nehmen Sie bitte selbst vor.

Downloads

Hotelkontingente

Zimmerkontingente in ausgewählten Hotels

Foto: ©Norbert Pietsch